Meditation nach Hetty Draayer

Mein Angebot im stillen Qigong ergänze ich mit Übungen nach Hetty Draayer bzw. nach ihrem Schüler Rudolf Baier.

Hetty Draayer wurde 1917 auf Ost-Java geboren. Sie lebte seit Jahrzehnten in den Niederlanden und wirkte dort und in Deutschland, bis sie sich im hohen Alter vollständig zurückzog. Hetty Draayer ist am 17.11.2011 im Alter von 94 Jahren verstorben.

Während ihrer aktiven Zeit hat sie vier Bücher geschrieben, die nun überarbeitet in einem einzigen Band abgedruckt vorliegen unter dem Titel: „Finde dich selbst durch Meditation“.
Nach ihrem Rückzug von der direkten Arbeit mit Menschen hat sie noch das wesentlich schlankere Buch: „Das kosmische Auge“ verfasst. Dieses beschreibt sie als Abrundung und Essenz ihrer Arbeit.

Hetty Draayers Wirken bzw. ihr „System“ ist schwer einzuordnen. Am deutlichsten ist ihr Bezug zum taoistischen Heil- und Energiesystem, das auch dem Qigong, der Akupunktur und insgesamt der Traditionellen Chinesischen Medizin zugrunde liegt. Aber auch Einflüsse des indischen Yoga sowie des tibetischen und chinesischen Buddhismus sind erkennbar. Ihr persönlicher Glaubenshintergrund ist das Christentum. Dies verbindet sie sicherlich mit ihrem langjährigen Lehrer Karlfried Graf Dürckheim.

Hetty Draayer hat eine Reihe von Schülern, die ihr Werk weitergeben, fortsetzen und natürlich auch entsprechend ihrer eigenen Entwicklung abwandeln. Zu diesen gehört Rudolf Baier, der im Raum Köln wirkt (s. www.wieobensounten.de). Über ihn habe ich den praktischen Zugang zur „Hetty-Meditation“ gefunden.

Ein Charakteristikum der Meditationen nach Hetty Draayer ist die Betonung der Energiezentren des Beckens. Rudolf Baier schreibt mir dazu:

„Die Betonung des Beckens in den Meditationen – als Form des Erdens – kommt daher, dass wir durch unsere Erziehung und Schulbildung stets nur die oberen Energien (Chakren) aktivieren. So kommt es, dass wir im Becken immer mehr die aktive Energie durch Verdrängung „versteinern“. Der Zugang zum 9. Chakra in der Erde wird dadurch komplett versperrt. Das hat zur Folge, dass wir fast immer in Vorstellungen leben, uns also eine Welt aufbauen, die nicht existiert. Wir betrachten die Mitmenschen durch unsere eigenen Vorstellungen und retten uns in Definitionen und Wertungen. Außerdem verlieren wir dadurch unsere Ruhe und Gelassenheit und verlieren uns in Stress und Aktivismus.

Nach anfänglichem vertraut werden mit den Übungen (1 – 2 Jahre) geht es vor allem darum, gezielt einige dieser Erdungsübungen auch im normalen Alltagsleben zu machen. Durch Gewohnheit ist das ohne weiteres möglich.

Darüber hinaus gibt es viele Übungen, die andere Bereiche unseres Körpers öffnen.

Haben wir alle Bereiche geöffnet, finden wir mit unserem Empfindungsbewusstsein Anschluss an das 8. Chakra über dem Köpf und das 9. Chakra unter uns. Nun gilt es beide zu verbinden und aus dieser Säule heraus das Leben zu leben.“